Forschungsprojekte / Konzeptentwicklung

Neben der wissenschaftlichen Begleitung der Projekte Dritter arbeite ich selbst zu folgenden Themen bzw. habe folgende Projekte abgeschlossen:

Sprachentwicklungsdiagnostik bei Kindern mit geistiger Behinderung:

In meiner Dissertation (2004) entwickelte ich anhand einer Stichprobe von Kindern mit Down-Syndrom einen diagnostischen Leitfaden zur Sprachentwicklungsdiagnostik bei Kindern mit geistiger Behinderung. In dem Leitfaden werden standardisierte Verfahren flexibel eingesetzt und sowohl normorientiert als auch qualitativ-theoriegeleitet so ausgewertet, dass eine gleichermaßen standardisierte als auch maßgeschneiderte Einschätzung des sprachlichen Entwicklungsstandes erfolgen kann, die Ableitungen für die Therapie ermöglicht.

Ausgehend von diesen theoretischen und praktischen Vorarbeiten habe Kolleginnen aus dem Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e.V. und ich das Konzept der Entwicklungsorientierten Sprachdiagnostik und -förderung bei Kindern mit einer geistigen Behinderung weiter ausgearbeitet und konkretisiert (Aktas, 2012).

So haben Hildegard Doil und Christina Müller ihre Expertise zur Kommunikationsförderung und Sprachanbahnung bei Kindern mit allgemeinen Behinderungen und starken Entwicklungsverzögerungen eingebracht, Dr. Doreen Asbrock ihre Expertise zur Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsdiagnostik bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern.

Weitere Forschungsarbeiten von Dr. Christina Müller haben gezeigt, dass der diagnostische Leitfaden v.a. bei den noch überwiegend vorsprachlich kommunizierenden Kindern erweitert werden muss. Daraus entsteht derzeit ein neues Projekt zur Entwicklung eines standardisierten Instruments zur gezielteren Erfassung vorsprachlicher kommunikativer Kompetenzen. 

Entwicklung eines Elternfragebogens zur frühen Kommunikationsentwicklung (KOMM-Bogen)

Dr. Christina Müller und Brigitte Caroli haben vor mehreren Jahren einen Elternfragebogen (KOMM-Bogen) entwickelt, mit dem das vorsprachliche Kommunikationsverhalten von Kindern erfasst werden kann, die noch nicht oder nur wenig sprachlich kommunizieren. Das Instrument ermöglicht es, die kommunikativen Kompetenzen der Kinder entwicklungspsychologisch begründet zu beurteilen und auf dieser Grundlage passgenaue Förderziele für die weitere Kommunikationsförderung und Sprachanbahnung abzuleiten. Hauptzielgruppe sind Kinder mit Behinderung. Der Bogen ist für den Einsatz in Frühförderstellen, Autismusförderzentren, Sozialpädiatrischen Zentren und ähnlichen Institutionen geeignet.

Um den Bogen abzusichern und für die Veröffentlichung vorzubereiten, wurden über das Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e.V. Validierungs- und Normierungsuntersuchungen durchgeführt (Projektverantwortliche: Dr. Christina Müller und Dr. Maren Aktas).

Zur Ermittlung von Vergleichsdaten wurde von Juli 2019 bis März 2022 eine Längsschnittstudie mit typisch entwickelten Kindern durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie wurden an die 200 Eltern rekrutiert, die zu drei Zeitpunkten (12, 18 und 24 Monaten) postalisch zur Kommunikations- und Sprachentwicklung ihres Kindes befragt. Es liegen an die 140 vollständige Datensätze vor. Die Veröffentlichung des Bogens im Hogrefe-Verlauf ist für das Jahr 2025 avisiert. Weitere Validierungsstudien sind in Planung.

Abgeschlossenes Projekt „Entwicklung eines Leitfadens zur Aus- und Weiterbildung der pädagogischen MitarbeiterInnen in den städtischen Kitas der Stadt Kaarst“

Auftraggeber: Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e.V. für die Stadt Kaarst
Laufzeit: 09/2012 - 12/2014
Leitung: Dr. Maren Aktas, Sabine Frevert, Kerstin Nachtigäller 
  Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.