Aktuelles
Fachbuch Sprachdiagnostik bei Mehrsprachigkeit erschienen

Zwei Jahre lang haben wir, meine Kollegin Mira Wolf und ich, in unserer Freizeit daran geschrieben - am 15. Januar 2025 ist das Fachbuch erschienen: "Entwicklungsorientierte Sprachdiagnostik bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern".
Dieses Buch zu schreiben war uns ein Anliegen. Ich erlebe im SPZ-Alltag, wie schwierig die Diagnostik im Einzelfall ist, wie vielfältig die Lebenssituationen der Kinder sind, wie widersprüchlich die Ratschläge sind, die die Familien erhalten. Wir haben Literatur aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zum Thema studiert und versucht, aus diesen vielen Informationen ein praxistaugliches Vorgehen zu entwickeln, handhabbare Materialien zur Verfügung zu stellen. Wir erklären, diskutieren, bewerten.
Mira Wolf und ich sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, und hoffen jetzt, dass die PraktikerInnen aus Logopädie, Sprachtherapie, Sonderpädagogik und angrenzenden Disziplinen das genauso sehen.
Sprachentwicklungsdiagnostik bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern
Einladung an das Centre de Logopédie in Luxemburg
Welch eine Freude: Wenn man Arbeit und Vergnügen verbinden kann! Über das lange Feiertagswochenende führte mich eine Anfrage nach Luxemburg. 20 Sonderpädagoginnen nahmen das Seminarangebot des Fortbildungsinstituts am Centre de Logopédie wahr. Wie bereichernd es stets ist, über den Tellerrand des eigenen Gesundheits- und Bildungssystems hinauszublicken – sei es wie früher schon ab und an in Österreich, der Schweiz, so nun in Luxemburg. Man lernt selbst so viel hinzu! Nach getaner Arbeit blieb dann noch ein wenig Zeit, die Stadt anzuschauen.
Sprachentwicklungsdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern mit kognitiven Beeinträchtigungen
Vortrag an der Humboldtuniversität Berlin
Berlin ist immer eine Reise wert – und noch mehr, wenn man zu einer Ringvorlesung eingeladen ist. Wenn dann noch der Hörsaal im Gebäude „Unter den Linden“ liegt, ist das schon etwas Besonderes. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Literalität und Inklusion" sprach ich am 29.05.2024 zu meinem derzeitigen „Lieblingsthema“ vor Studierenden der Sonder- und Grundschulpädagogik. Erstmalig erlebte ich, wie ein Vortrag von mir simultan in Gebärdensprache gedolmetscht wurde.
Kinderärztekongress 2023 in Hamburg
Großes Interesse am Thema Mehrsprachigkeit

Im Spannungsfeld von Sprachentwicklungsstörung und Mehrsprachigkeit
Beim diesjährigen Kinderärztekongress in Hamburg war das Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e.V. mit zwei Vorträgen vertreten. Samstagmorgen um 08.30 Uhr startete die Session mit einem Vortrag von Dr. Guido Wolf, dem Leiter des SPZ in Duisburg, der einen Überblick zum Themenfeld Sprachentwicklungsstörungen bei Mehrsprachigkeit gab. Meine Kollegin Dr. Christina Müller nahm dann den frühen Spracherwerb in den Blick: Wie kann in der kinderärztlichen Praxis die Früherkennung von Sprach- und Entwicklungsstörung bei mehrsprachigen Kindern gelingen? Mein Beitrag befasste sich dann mit den etwas älteren Kindern: Wie können niedergelassene KinderärztInnen bei mehrsprachigen Kindern im Vorschulalter die Weichen stellen? Welches Kind benötigt bessere Sprachlerngelegenheit? Welches Kind sollte auf das Vorliegen einer Sprachentwicklungsstörung hin untersucht werden?
Das Interesse an unserem Symposium zum Thema "Im Spannungsfeld von Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit" war groß, um die 200 ZuhörerInnen waren trotz der frühen Morgenstunde am letzten Kongresstag im Hamburger Congresscentrum anwesend und nutzten die Gelegenheit intensiv für Nachfragen und zur Diskussion.
Sprachdiagnostik bei Mehrsprachigkeit
Präsenzseminar in der Schweiz
Das erste Präsenzseminar seit langem führte mich nach Rheinfelden in die Nähe von Basel. In einem historischen Schulhaus - mit Ausblick auf die Baumkronen und die Nester einer Rabenfamilie - arbeitete das Team der städtischen Logopädinnen intensiv am Thema "Sprachdiagnostik und Elternberatung bei mehrsprachigen Kindern". Mir gefallen diese Seminare so gut, weil ich selbst so viel aus den engagierten Diskussionen und konkreten Fragen der Praktikerinnen lerne und neue Impulse mitnehme.
Dass zudem bestes Wetter war und ich die Reise zusätzlich noch mit einem Besuch bei meiner Cousine verbinden konnte, macht die ganze Reise noch besonderer! Herzlichen Dank an alle, die an dieser wunderbaren "Dienstreise" mitgewirkt haben!
Fallbeispiel in PRAXIS SPRACHE erschienen
Sprachentwicklungsstörung oder fehlende Deutschkenntnisse?
Die Sprachdiagnostik bei mehrsprachig aufwachsenden ist schwierig, ein einheitlich empfohlenes Vorgehen existiert (noch) nicht. Unterschiedliche Disziplinen legen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Als Sprachpsychologin hatte ich nun Gelegenheit, mein Vorgehen in der Fachzeitschrift Praxis Sprache, einer Fachzeitschrift der dgs (Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik) zu schildern. Bei meinem Vorgehen nähere ich mich der Fragestellung "Sprachentwicklungsstörung oder mangelnde Deutschkenntnisse?" als Entwicklungspsychologin an und wähle daher ein entwicklungsorientiertes adaptives Vorgehen. Dieses bietet viele Vorteile und trifft bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Fortbildungen auf viel positive Resonanz. Mit dem Fallbeispiel ist ein erster Schritt getan, das Vorgehen bekannter zu machen. Weitere Veröffentlichungen müssen (und werden) folgen. Sie können gespannt sein!
Ich bin wieder arbeitsbereit :-)
Wunderbare neue Büroräume im Herzen von Hilden

Seit Mitte September finden Sie mich in HIlden in der Schulstraße, für Ortskundige: direkt am Hagelkreuz. Die Räume sind klein aber fein, aber vor allem sehr zentral gelegen. Die Schulstraße führt als Fahrradstraße vom Hildener Süden in die Stadtmitte, viele Menschen kommen auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule hier vorbei - meine eigenen Kinder eingeschlossen. Nur wenige hundert Meter weiter hat zudem Dr. Astrid Drick, eine Kooperationspartnerin in Sachen kindliche Sprachförderung ihre Praxis. So eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten!
Wieder in Hilden ab 08.08.2021
Achtung: Neue Anschrift
Ich bin mit meinem Büro wieder nach Hilden gezogen! Sie finden mich nun am Rande der Fußgängerzone (Schulstraße 51). Für mich ist das toll: So kann ich innerhalb weniger Minuten zu Fuß (und noch schneller mit dem Rad) zwischen Büro und Zuhause wechseln. Das ist Lebensqualität! Und die Kinder kommen auf dem Schulweg automatisch bei mir vorbei. Zudem erleichtert der Umzug auch die Zusammenarbeit mit Dr. Astrid Drick, die nur wenige hundert Meter weiter auch in der Schulstraße ihre pädagogische Praxis hat.
bei den Regenbogenkobolden in Bergheim
Präsenzseminar im Naturkindergarten

Endlich wieder eine Zusammenkunft "live und in Farbe". Nachdem das Seminar "Mehrsprachige Kinder in der Kita besser verstehen und fördern" mehrfach verschoben werden musste, trafen sich Fachkräfte aus Naturkindergärten (des Trägers Kita Router wieder in Präsenz. Für den Beamer war es zu hell - aber egal: mit Papier, Stiften, vielen Fragen und intensiven Diskussionen erarbeiteten die TN das Thema. Eine Fortbildung draußen, bei tollem Sommerwetter - so habe ich es auch noch nie erlebt. Vielen Dank an alle Beteiligten für das besondere Arbeitserlebnis!
Mein "Thema des Jahres"
Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern

Die Not ist groß und wird durch die coronabedingten Schließzeiten noch größer: Viele mehrsprachig aufwachsende Kinder sprechen bei Schuleintritt noch nicht so gut Deutsch, wie sie es eigentlich bräuchten, um einen guten Schulstart zu haben. Manchmal wird vorschnell von schwachen Deutschfähigkeiten auf generelle Lern- oder Entwicklungsprobleme geschlossen. Andererseits fallen Kinder mit einer behandlungsbedürftigen Sprachstörung nicht auf, weil man denkt, dass sie "nur" noch nicht gut Deutsch sprechen.
Ich merke, dass es mich drängt, meine über die Jahre erworbene Expertise zur Sprachdiagnostik bei (mehrsprachigen) Kindern stärker als bisher "unters Volk" zu bringen. Eine gute, individuelle Diagnostik ist dringend notwendig - und sie ist möglich, wenn man entwicklungsorientiert und theoriegeleitet vorgeht.
Das erste Online-Seminar am 20.03.2021 hat zufriedene und "inspirierte" TeilnehmerInnen (O-Ton :-) hinterlassen - und mich als Referentin in meinem Vorhaben bestärkt, mich diesem Fortbildungsfeld stärker als bisher zuzuwenden.